Abo & Co.

Brauchen wir Utopien?

Für mich ist das eine sehr spannende Frage und offenbar nicht nur für mich. Wenn man ein wenig in die Geschichte des Denkens schaut, dann findet man eben jenen Gedanken sehr oft. Wir brauchen ganz offenbar Ideen die das Potenzial haben, unsere Welt zu verändern.

Schon in der frühen Vorstellungswelt finden sich Ansätze für ein utopisches Denken. Mythen und Religionen speisen sich oft aus Erzählungen über ein Goldenes Zeitalter. Auch religiös motivierte Paradiesvorstellungen widmen sich einer Zeit und einem Ort, an dem das Leben besser war oder besser sein wird.

Es ist ein wenig sonderbar, dass es den Gedanken schon so sehr lange vor einer Bezeichnung für diese Konzepte gab. Der Begriff Utopie kommt erst im 16. Jahrhundert mit Thomas Morus zu uns. Morus verbindet die Vorstellung von einem Paradies mit der Idee eines gerechten Staates und schafft für diese Überlegung ein neues Wort: Utopia. Utopia ist ein Kunstwort, in dem zum einen u-topos (unmöglicher Ort, Nicht-Ort) und zum anderen eu-topos (guter Ort) grundlegende Elemente sind.

Wünschenswerte Nicht-Orte

Gerade diese Ambivalenz, die schon in dem Wort Utopia angelegt ist, macht die Beschäftigung mit utopischen Vorstellungen spannend. Warum sollte man sich mit einem Ort beschäftigen, der zwar gut aber nicht möglich ist? Weil uns diese Vorstellungen sehr viel über unsere Orte und über unsere Zeit sagen können. Der Wunsch nach einem guten Leben und nach einem guten Ort macht sehr deutlich, warum das derzeitige Leben und der aktuelle Ort nicht gut sind.

Diese Möglichkeit, die eigene Situation reflektieren zu können, öffnet Räume und ermöglicht es, dem wünschenswerten Nicht-Ort ein Stück näher zu kommen.

Der Podcast

Utopia ist ein Podcastexperiment mit der Idee, Utopien von der Antike bis in die Zukunft darzustellen. Die Quellen bewegen sich dazu zwischen Mythos, tatsächlicher literarischer Utopie und Science-Fiction-Roman. Also, eine wilde Mischung.

Ich habe mir für die Umsetzung dieser Idee Unterstützung von Stefan vom Spoiler Alert geholt.

Wer steckt dahinter?

Hinter, vor und neben Utopia stehe ich, Steffi. Ich beschäftige mich nicht nur mit Philosophie sondern setze mich auch mit politischer Bildungsarbeit auseinander. Nebenbei absolviere ich die letzten Prüfungen meines Studiums. Außerdem bin ich verrückt genug, mit meinem Vorgedacht Podcast die Geschichte der Philosophie (also die Geschichte unseres Denkens) nachzeichnen zu wollen.

Abo

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Utopia zu abonnieren. Du kannst zwischen einem Feed für die mp3-Version und einer AAC-Version wählen. Außerdem gibt es die Möglichkeit, den Podcast über Bitlove zu beziehen (für torrent-Fans).

Wenn du lieber iTunes nutzt, dann findest du Utopia selbstverständlich auch dort.

Die Links sind auch noch einmal in Knopf-Form in der rechten Seitenspalte aufgeführt.

Das Bild für den Header kommt von marcodalidingo.

Zum Intro:

Das hier genutzte Intro habe ich selbst zusammen gebastelt aus den Tracks Utopia von Technetium und (passend) Utopia von ©The Peach Trees. In der Podcastbeschreibung, die direkt mit dem Feed ausgeliefert wird, war das bisher schon erwähnt. Ich nehme es aber hier gerne auch noch einmal auf.